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Bescheid wissen...

Wer Bescheid weiß, erlebt weniger unliebsame Überraschungen!

Die folgende Grafik zeigt die wesentlichen Fachgebiete, über die der Papageienhalter Bescheid wissen sollte. Natürlich kann sich nicht jeder tiefgreifende Fachkenntnisse aneignen, aber etwas Grundwissen sollte man sich unbedingt aneignen. Alle drei Themenkreise - Gesundheit, Biologie, Verhalten – stehen in enger Beziehung und Wechselwirkung zueinander.

Gesundheit

Einen ganz wesentlichen Beitrag zur physischen und psychischen Gesunderhaltung der Papageien leisten eine gute Unterbringung, die richtige Ernährung, die körperliche und geistige Auslastung der Vögel und natürlich die Gemeinschaft mit Artgenossen.

Medizinische Themen sind nicht Teil dieser Webseite. Unser Rat ist, die Vögel immer sorgfältig zu beobachten. Es gibt viele Anzeichen, die auf eine Erkrankung hindeuten können, z. B. verminderte Aktivität, Fressunlust, veränderte Kotbeschaffenheit, Atemgeräusche, Aufplustern, Verletzungen. Vögel verbergen ihre Krankheiten so lange wie möglich; wenn wir Anzeichen einer möglichen Erkrankung erkennen, ist es zumeist höchste Zeit, einen vogelkundigen Tierarzt aufzusuchen. Außerdem ist anzuraten, die Papageien jährlich dem Tierarzt vorzustellen und einen umfassenden Gesundheits-Check machen zu lassen. Eine Liste vogelkundiger Tierärzte ist hier zu finden.

Biologie und Ethologie (Verhaltensbiologie)

Diese Wissenschaften geben uns Antworten über die jeweilige Vogelart, ihr Aussehen und ihre Lebensweise in der Natur. Daran sollten wir uns orientieren, wenn wir über die Ernährung und die Unterbringung unserer Papageien nachdenken. Ebenso wichtig ist eine Bereicherung ihrer Umwelt (Enrichment), damit sie zu körperlicher und geistiger Aktivität animiert werden und sich nicht langweilen. Alle Papageienvögel leben mindestens paarweise zusammen, viele bilden darüber hinaus kleinere Gruppen oder riesige Schwärme; auch das sollte bei ihrer Haltung in Menschenobhut berücksichtigt werden.

Papageienverhalten

Der Schwerpunkt dieser Webseite liegt auf der dritten Säule der Grafik – Papageienverhalten.
Die angewandte Verhaltensanalyse ABA (engl. Applied Behavior Analysis) gibt uns Einblicke, wie ein Tier erlernt, welches Verhalten unter bestimmten äußeren Gegebenheiten Sinn macht. ABA erlaubt uns ferner, das Verhalten eines Tiers gewaltfrei zu ändern, indem wir die dem Verhalten unmittelbar vorausgehenden Bedinungen und/oder die nachfolgenden Konsequenzen so modifizieren, dass das erwünschte Verhalten für den Vogel leichter und lohnender wird als ein Verhalten, das wir nicht sehen möchten. ABA und die darauf aufbauenden humanen Lehr- und Trainingsmethoden haben das professionelle Tiertraining in den letzten Jahrzehnten revolutioniert und sie finden allmählich auch Eingang in die private Tierhaltung. Auch das Clickertraining beruht darauf. Unter dem Menüpunkt Verhalten, Lernen, Training gibt es viele Informationen für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Auch wichtig:

Rechtliches zur Papageienhaltung:
Die meisten Papageienarten unterliegen der EU-Artenschutzverordnung (EG) Nr. 338/97, Anhang A oder Anhang B und müssen daher der zuständigen Landesbehörde gemeldet werden.
Verkauf und Weitergabe der Anhang-A-Vögel sind genehmigungspflichtig, es muss eine Vermartungsbescheinigung bei der zuständigen Landesbehörde beantragt werden. Wer Anhang-A-Vögel ohne diese Bescheinigung erwirbt oder abgibt, macht sich strafbar.
Weiterführende Links sind hier zu finden.

Vorsicht bei Informationen, die in sozialen Netzwerken und auf privaten Webseiten zu finden sind. Meine über 15-jährige Erfahrung sagt mir, dass sie durchaus einige gute Informationen bieten, aber auch sehr viel an Falschinformationen. Es ist nicht einfach, die Spreu vom Weizen zu trennen und man darf sich nie auf nur eine Informationsquelle verlassen. Ähnliches gilt auch für die zum Teil veraltete Papageienliteratur.

 


Veröffentlichung: 23.07.2017